Steckdose

WLAN-Steckdosen: Der einfache Weg zum Smart Home


Dank WLAN-Steckdosen wird das Zuhause mit wenig Geld und Aufwand zum Smart Home. Wir bieten einen Überblick über Unterschiede sowie Einsatzzwecke und stellen Beispiele vor.
 

Immer mehr Geräte sind vernetzt und lassen sich einfach ins Smart Home einbinden. Selbst ältere Technik ohne Internet-Verbindung kann ein Teil davon werden. Ihr Schlüssel zum intelligenten Zuhause sind smarte Steckdosen, die sich mit WLAN oder anderen Funksignalen fernsteuern lassen. Sie werden auch als intelligente Steckdose, Smart-Home-Steckdose oder Smart Plug bezeichnet. Damit können Nutzer praktisch jedes kabelgebundene Gerät sowohl per Smartphone-App und Sprachsteuerung bedienen als auch in komplexe Automationsszenarien einbinden. Eine Fernbedienung zum Anfassen brauchen sie dafür nicht. Wir zeigen, welche Steckdosen zur Auswahl stehen und wie Nutzer damit ihr Wohnerlebnis bereichern können.

So funktionieren Steckdosen mit WLAN WLAN-Steckdosen als einfacher  Weg zum Smart Home | © Conrad Connect 19543768 @ Daisy Daisy – stock.adobe.com

Als Zwischenstecker verbinden die kleinen Kästchen jedes beliebige Gerät mit einem WLAN oder einem anderen Funknetz und verwandeln auf diese Weise sogar die von den Großeltern geerbte Lampe in High-Tech von heute. Anders als herkömmliche Steckdosen mit Zeitschaltuhr lassen sich moderne Funkmodelle viel flexibler fernsteuern.

Ihre Steuersignale erhalten smarte Steckdosen meist über Funkstandards wie Z-Wave oder ZigBee. Als Vermittler dienen immer WLAN-Router und oft auch ein Gateway. Daher ist häufig pauschal von WLAN-Steckdosen die Rede. Seltener kommen Bluetooth oder DECT zum Einsatz. Eine Bluetooth-Steckdose verbraucht selbst weniger Strom, hat aber eine geringere Signalreichweite als dies bei WiFi bzw. WLAN der Fall ist.

Nicht zu verwechseln sind die smarten Zwischenstecker mit Powerline-Adaptern. Dabei handelt es sich um Steckdosen, die das Internet-Signal dorthin weiterleiten, wo kein WLAN hinkommt und kein LAN-Kabel verlegt ist.

Nutzer können intelligente Steckdosen standardmäßig per App oder Sprachbefehl ein- und ausschalten. Über Conrad Connect ist auch eine indirekte App-Steuerung über WhatsApp und Viber-Nachrichten möglich. Unified Inbox heißt diese Lösung. In einigen Fällen lässt sich auch mit einer physischen Taste direkt an der WLAN-Steckdose der Stromkreislauf schließen oder unterbrechen.

Viel bequemer ist es jedoch, wenn das Smart Home ohne Zutun seinen Job erledigt und für Komfort sorgt. Dazu lassen sich WLAN-Steckdosen in festgelegte Zeitschaltpläne oder sensorgesteuerte Aktionen einbinden.

Was sich mit WLAN-Steckdosen alles vernetzen lässt

Populäre Einsatzbereiche im Smart Home sind Standventilatoren oder Lampen, in die sich keine smarten Glühbirnen einsetzen lassen. Schließlich haben viele Haushalte einen Lüfter oder eine Leuchte zuhause, die noch ohne Funkchip das Werk verließen. Mit einem Sensor fürs Raumklima oder einem Bewegungsmelder verbunden, können smarte Steckdosen dafür sorgen, dass die Luft aufgefrischt und das Zuhause stimmungsvoll beleuchtet werden.

Auf die gleiche Weise lassen sich beispielsweise ohne eigene WLAN-Verbindung ausgestattete Luftbefeuchter und elektrische Heizkörper in die Heimautomation einbinden. Oder wie wäre es, wenn die Kaffeemaschine morgens bereits eine Tasse mit dem Koffeintrunk bereithält, wenn man die Küche betritt? Eine WLAN-Steckdose macht es möglich. Doch es geht noch viel mehr: Vor Feuer warnen, Einbrecher verjagen oder aus der Ferienunterkunft zuhause die Geräte ausschalten – die Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt. 

Smart Living leicht gemacht: Fertige Projekte für WiFi-Steckdosen

Im Regel-Editor von Conrad Connect erstellen angemeldete Nutzer schnell und einfach sensorgesteuerte Vernetzungsszenarien, um ihren Alltag im Smart Home bequemer zu gestalten. Noch leichter gelingt dies mit bereits gebrauchsfertigen Projekten der Community. Sie lassen sich mit wenigen Klicks importieren und an das eigene Smart Home anpassen. Hier eine Auswahl:

Mit einem Ventilator stickige Luft auffrischenWLAN Steckdosen

Mit einem Luftentfeuchter Schimmel vorbeugen

Musik als Einschlafhilfe fürs Baby

Haustür öffnen und sich mit Musik begrüßen lassen

Mit Konfetti-Kanone für Fitness-Fortschritte feiern lassen

Die beste WLAN-Steckdose für das eigene Smart Home finden

Das Angebot intelligenter Steckdosen wächst und wächst. Wie soll man da die richtige Wahl treffen? Wer auf folgende Unterschiede achtet, findet das passende Modell für sich.

  • Zusatzfunktionen: Einfache Smart Plugs dienen nur als Zwischenstation für die Fernbedienung von Geräten. Sind Zusatzfunktionen gewünscht, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Produkteigenschaften. Praktisch ist mitunter eine Timer-Funktion. Außerdem messen einige WLAN-Steckdosen auch den Stromverbrauch des Geräts und informieren darüber in der App und im Dashboard von Conrad Connect. Mit diesen Verbrauchsdaten lassen sich aufschlussreiche Erkenntnisse über das eigene Smart Home gewinnen. Das gilt insbesondere, wenn Nutzer dafür Stromanalyse-Dienste wie Fresh Energy zurate ziehen. Wer auf diese Weise den Energieverbrauch im Blick behält, kann langfristig bares Geld sparen und gleichzeitig die CO2-Bilanz schonen.

  • Gateway: Wie viele andere Smart-Home-Systeme benötigen auch manche intelligenten Steckdosen einen Vermittlerkasten, der sie mit dem WiFi-Router verbindet. Ein sogenanntes Gateway, auch Access Point, Bridge oder Hub genannt, lässt sich im besten Fall einfach einrichten. Wer sich den Zeitaufwand und die Stellfläche sparen möchte, zieht eine WiFi-Steckdose ohne Gateway in Betracht.

  • Fernsteuerung per Sprache: Über eine Gratis-App lassen sich praktisch alle smarten Steckdosen bedienen. Doch längst noch nicht sämtliche Modelle hören auf Sprachassistenten wie Google Assistant oder Amazon Alexa. Dabei ist Sprachsteuerung gerade bei einfachen Aktionen wie Einschalten und Ausschalten viel bequemer als eine App-Steuerung. Ob sich die WLAN-Steckdose mit einem smarten Lautsprecher wie Google Home und Amazon Echo verstehen, steht deutlich in den Produkthinweisen. Conrad Connect unterstützt beide großen Sprachassistenten.

  • Outdoor-Einsatz: Viele smarten Steckdosen sind für den Inneneinsatz des Smart Home gedacht. Wer damit etwa Licht auf dem Balkon oder im Garten steuern möchte, greift zu einem speziellen Outdoor-Modell. Damit sich ein Modell draußen verwenden lässt, sollte es so wetterfest sein, dass es den IP44-Standard unterstützt.

  • Preis: Gute WLAN-Steckdosen sind ab 15 Euro zu haben. Die Mehrheit der Modelle kostet zwischen 30 und 50 Euro. Bei besonderen Zusatzfunktionen fällt der Preis mitunter höher aus. Anhand von Starterkits lässt sich der Stückpreis senken.

 

WLAN-Steckdosen im Ökosystem von Conrad Connect

Conrad Connect unterstützt eine große und kontinuierlich wachsende Auswahl an intelligenten Steckdosen. Das umfasst derzeit (Stand: November 2018) Modelle von Broadlink, Devolo, Egardia, Gigaset, Homematic IP, innogy, Osram, Sygonix, Smartwares, Smappee, Telldus und Zipato.

Video
So funktioniert der devolo Home Control Plug works

 

  • Broadlink: Der Broadlink Contros Smart Plug SP3 lässt sich am Smartphone per App für iOS und Android einrichten. Die Gratis-App unterstützt Zeitschaltpläne und bietet eine Countdown-Funktion und Timing-Funktion.

  • Devolo: Mit der Schalt- und Messsteckdose 2.0 aus der Serie Devolo Home Control lassen sich angeschlossene Geräte nicht nur zeitgesteuert schalten. Sie kontrolliert auch den Stromverbrauch und benachrichtigt per App oder E-Mail, wenn die Waschmaschine fertig ist. Die Steckdose funkt per Z-Wave und versteht Sprachbefehle über Google Assistant, nicht aber über Amazon Alexa.

  • Egardia: Pfiffiger Stecker lautet die Modellbezeichnung der Steckdose SPLUG-29 von Egardia. Das Gerät lässt sich per iOS- und Android-App sowie im Browser bedienen.  Dank einer Zeitschaltuhr-Funktion mit Wochenplanung können Anwender ihr Zuhause auch bei Abwesenheit bewohnt aussehen lassen. Der „Pfiffige Stecker“ funkt im 868-Mhz-Netz.

  • Gigaset: Neben manuellem Ausschalten bietet die iOS- und Android-App des Gigaset elements Plug auch einen Regelmanager. Darin lässt sich festlegen, dass beispielsweise alle angeschlossenen Lampen angehen, wenn sich jemand im Raum bewegt. Als Funkstandard kommt DECT ULE zum Einsatz.

  • Homematic IP: Mehrere Steckdosen stehen zur Auswahl. Je nach Modell können Anwender Geräte nicht nur schalten, sondern auch deren Stromverbrauch messen und Lampen dimmen. Voraussetzung ist die Einrichtung eines Homematic IP Access Point oder einer Homematic IP CU2- oder CU3-Zentrale. Der verwendete Funkstandard ist proprietär. Die Steckdosen verstehen sowohl den Sprachassistenten von Google als auch Amazon Alexa.

 

WiFi-Plus_Broadlink_Devolo_Egardia_Gigaset_Homematic IP

 

 

  • innogy: Abhängig von Modell kommen die Zwischenstecker von innogy drinnen oder draußen zum Einsatz. Ein Innenstecker kann Lampen dimmen. Alle Varianten hören prima auf Amazon Alexa und den Sprachdienst von Google. Für den Betrieb der intelligenten Steckdosen ist eine SmartHome-Zentrale von innogy Voraussetzung.

Innogy SmartHome Funk-Steckdose

 

  • Osram: Die Modelle Osram Smart+ Plug sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Eine Variante ist dank IP44-Standard für den Außeneinsatz geeignet. Auf Amazon Alexa hören alle Osram Smart+ Plugs. Vor dem Inbetriebnahme installieren Anwender das Lightify-Gateway von Osram, um die Steckdose mit dem Heimnetz zu verbinden. Über die Lightify-App von Osram lässt sich auch die Paul Neuhaus Funk-Steckdose in Conrad Connect einbinden.

Osram Smart+ Plug

 

  • Smartwares: Geräte aus der Ferne ein- und ausschalten und deren Energieverbrauch kontrollieren – mit der WLAN-Steckdose Smartwares SH8-90901 ist das kein Problem. Optional lassen sich beide intelligenten Steckdosen auch mit einer Fernbedienung steuern, wenn das Smartphone nicht zur Hand ist. Mit dem verwandten Modell SH8-90902 können Anwender auch Lampen dimmen. In beiden Fällen ist der Einsatz eines Gateways des Herstellers nötig. Eine Sprachsteuerung ist über Amazon Alexa möglich.

Smartwares SH8-90901

 

  • Smappee: Die Lösungen von Smappee gehen über das herkömmliche Konzept einer intelligenten Steckdose hinaus. Kern ist der Energiemonitor, eine Box, die den Stromverbrauch überwacht. Anwender verbinden Verbrauchergeräte mit Kabelklemmen, was Fachkenntnisse voraussetzt. Zur Fernsteuerung von Geräten lässt sich der Energiemonitor mit dem Smappee Switch kombinieren. Über eine Smartphone-App automatisieren Anwender das Ein- und Ausschalten. Beispielsweise können sie Geräte aktivieren, wenn der Strom besonders günstig ist. Smappee nimmt Sprachbefehle von Amazon Alexa entgegen.

  • Sygonix: Drei Modelle stehen zur Auswahl – ein Einzelstecker zum Schalten (CP1), einer zum Schalten und Messen (CP1M) sowie eine Steckerleiste für sechs Verbraucher (CC1). Das Trio lässt sich mit der App namens Sygonix Home am Smartphone fernbedienen. Sie beinhaltet auch eine Timer-Funktion und eine Zeitschaltplan. Die Automatisierungsmöglichkeiten über Conrad Connect sind sehr umfangreich.
  • Telldus: Verschiedene WiFi-Steckdosen für den Innen- und Außeneinsatz stehen zur Auswahl. Sie lassen sich vielfältig bedienen. Denn alternativ zur Smartphone-App dient dazu auch ein physischer Schalter an der Steckdose sowie eine Fernbedienung zum Anfassen. Voraussetzung für den Betrieb ist ein Gateway, das im Z-Wave-Standard funkt.

 

Smappee Switch

Sygonix Schalten

Telldus Funk-Zwischenstecker

  • Zipato: Mit dem Smart Energy Plug In Switch können Anwender Geräte aus der Ferne ein- und ausschalten sowie deren Energieverbrauch überwachen. Weil das Smart-Home-System von Zipato über den Standard Z-Wave funkt, lässt sich die WLAN-Steckdose auch über Lösungen anderer Anbieter steuern, solange diese ebenfalls Z-Wave unterstützen. Zum Funktionsumfang der Smartphone-App gehört ein zeitgesteuerter Schaltplan.

Für welches dieser Modelle Nutzer sich auch entscheiden mögen – alle lassen sich vollständig in Projekte auf Conrad Connect einfügen.

Intelligente Steckdosen in Projekte bei Conrad Connect einbinden

Um die smarten Stecker in das eigene Konto bei Conrad Connect einzubinden, gehen angemeldete Nutzer wie folgt vor. Zunächst richten Anwender die Steckdose so ein, wie der Hersteller dies empfiehlt. Meist geschieht das über die App. Sofern vorgesehen, ist auch das Gateway zu installieren. Anschließend registrieren Anwender sich in der Cloud des Herstellers. Danach loggen sie sich in Conrad Connect ein, wählen das Menü von „Produkte & Services“ aus und klicken dort in der Kachel des Herstellers auf „Verbinden“. Fertig! Ab sofort lassen sich die intelligenten WLAN-Steckdosen in Projekte auf Conrad Connect einbinden.


Schon gespannt? Conrad Connect ausprobieren kostet nichts!

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