Smart Fitness: Das Smart Home als Trainingspartner

Smart Fitness mit dem richtigen Fitness-Tracker fürs Smart Home: Wer Fitness-Tracker mit dem Smart Home verknüpft, gestaltet Training und Tagesablauf noch motivierender. So klappt es mit der Smart Fitness

Immer öfter schnallen Fitness-Begeisterte eine Computeruhr mit Aktivitätsmessung um das Handgelenk. Beliebt sind sie, weil sie Schritte, Treppenstufen und zurückgelegte Distanz aufzeichnen, was einem das gute Gefühl gibt, etwas geschafft zu haben. Doch das Tragen allein motiviert nicht dauerhaft zu mehr Bewegung, wie eine Studie amerikanischer Sportmediziner zeigt. Wichtig ist, sich ganz bewusst konkrete Ziele zu setzen, um aktiver zu werden. Das Smart Home hilft dabei!  Im Zusammenspiel mit der IoT-Plattform Conrad Connect ermöglichen die Fitness-Gadgets nämlich, sich sportlich mit Freunden zu messen und abends zum Joggen zu motivieren, statt auf dem Sofa zu lümmeln. Lassen Sie sich zu Erfolgen gratulieren oder zum Sporteln anspornen - und zwar perfekt auf Sie abgestimmt und komplett automatisiert. Wir zeigen, was im vernetzten Fitness-Alltag alles möglich ist.

Wie funktioniert ein Fitness-Tracker?

Fitness-Tracker oder auch Activity Tracker sind die populärste Kategorie smarter Fitness-Geräte und ähneln in einigen Funktionen Smartwatches. Sie zeichnen die Leistungsdaten verschiedener Aktivitäten auf, stellen sie auf dem Display dar und übertragen sie per Bluetooth an eine Smartphone-App

FitBit_Display
Unterschiedliche Informationen werden auf dem Display dargestellt, wie hier z.B. bei FitBit

 

Garmin Display
Informationen in der App werden anschaulich visualisiert, wie hier z.B. von Garmin

 

Wie fit Sie sind, messen diese Tracker in der Regel anhand von Schritten, der zurückgelegten Distanz, bewältigten Etagen und aktiven Minuten. Unterscheiden können sie abhängig vom Modell Spazieren, Joggen, Wandern, Radfahren, Schwimmen, Krafttraining und mehr.

Immer mehr Wearables geben Hinweise fürs Training und manche erlauben es sogar, sich mit Studiogeräten zu vernetzen und Trainingsleistungen automatisch festzuhalten. Standardmäßig berechnet die Software der Fitness-Armbänder die verbrauchten Kalorien anhand Ihrer persönlichen Körpergröße, des Gewichts und Alters.

Hochpreisige Activity Tracker behalten weitere Gesundheitsdaten im Blick. Dazu zählen beispielsweise die Herzfrequenz, Schlafqualität oder das Stresslevel. Seltener können Frauen mit der dazugehörigen App ihre Periode protokollieren und auf diese Weise ihren Zyklus verfolgen. Perspektivisch werden Tracker sowie Smartwatches mit Fitness-Funktion auch in der Lage sein, mittels EKG die Herzgesundheit zu prüfen und vor Anzeichen für Krankheiten zu warnen.

Im Grunde können Sie mit Fitness-Trackern also das ganzheitliche Wohlbefinden von Körper und Geist fördern. Allerdings ist dies nicht die einzige Gerätekategorie, die Sie dabei unterstützt. Ein vollständigeres Bild erhalten Sie, wenn Sie Ihre Smart Fitness beispielsweise um smarte Blutdruckmesser und smarte Waagen ergänzen. Neben dem Körpergewicht an sich, können letztere auch die Anteile von Fett, Muskeln und mehr messen.

Smarte Waage Polar FitBit.jpg
Smarte Waagen gibt es von vielen Herstellern mit unterschiedlichen Funktionen, wie hier z.B. von Polar und FitBit

 

Geräte für Smart Fitness einrichten und bedienen

Manche Fitness-Tracker können Sie direkt nach dem Auspacken verwenden. Dann sind sie aber meist nicht viel mehr als eine digitale Armbanduhr. Wenn Sie stattdessen auch vom Fitness-Tracking und anderen smarten Funktionen beim Training profitieren möchten, richten Sie vor dem ersten Einsatz das Gerät per Bluetooth auf dem Smartphone ein. Denn erst im Zusammenspiel mit einer App entfalten Activity Tracker ihr volles Potenzial. Entsprechende Sport-Apps sind in der Regel sowohl für Android-Geräte als auch für iPhones, seltener aber für solche mit Windows 10 Mobile erhältlich.

Zur Nutzung legen Sie sich ein persönliches Konto in der Cloud des jeweiligen Anbieters an. Dadurch sind die aufgezeichneten Informationen auch dann noch vorhanden und abrufbar, wenn Sie Ihren Fitness-Tracker wechseln. Auf diese Weise können Sie Ihre Fortschritte langfristig im Blick behalten, Rückschlüsse daraus ziehen, und im Bedarfsfall Ihr Training anpassen.

Die Cloud-Anbindung bietet einen weiteren Vorteil. Dadurch können Sie Ihre Daten mit Freunden teilen und sich mit ihnen sportlich messen – selbst, wenn diese Tracker und Smartwatches mit Fitness-Funktion von einem anderen Hersteller verwenden. Sogar Ihr Smart Home können Sie zum Trainingspartner machen und durch Smart Notifications ihren Tagesablauf noch motivierenden gestalten.

Mehr Ansporn durch Smart Fitness: Motivierende Projekte in Conrad Connect

Sie haben große Freude am Sport, aber manchmal fehlt Ihnen der nötige Schubs? Lassen Sie sich von Ihren Freunden und Ihrem Smart Home helfen, fit zu werden. Vernetzen Sie Ihre Activity Tracker mit Conrad Connect und binden Sie diese in ein passendes Projekt ein. Entweder kreieren Sie ganz einfach eines im Regel-Editor oder Sie verwenden ein fertiges Projekt, das andere Fitness-Fans in der Community von Conrad Connect bereits angelegt haben. Folgende Projekte sind besonders beliebt:

FitBit_Sport in der Gruppe
Sport in der Gruppe macht Spaß und treibt an durch
den Vergleich der Fitness-Werte, wie hier mit FitBit

Fitness-Wettbewerb: Wer schafft die meisten Schritte?

Mithilfe dieses Smart-Fitness-Projekts können Sie die Leistungsdaten aus Ihrem Fitness-Tracker mit denen eines Freundes oder einer Freundin vergleichen – selbst, wenn Sie eine andere Marke verwenden. Denn die erzielten Fortschritte werden automatisch in einem Google Tabellenblatt festgehalten. Erreichen Sie Meilensteine, informiert Sie eine SMS darüber. Das ist doch ein schöner kleiner Ansporn unter Freunden oder mit dem Partner! Das Projekt lässt Fitness-Armbänder von den Marken Fitbit und Garmin miteinander wetteifern. Sie können aber auch problemlos eine andere kompatible Marke auswählen, um gemeinsam fit zu werden.

Gesund Essen_FitBit
Auch bei einer gesunden Ernährung können
Fitness-Armbänder, wie z.B. von FitBit, helfen -
besonders in Verbindung mit smarten Projekten

Süßigkeiten-Alarm: Smart Home warnt vor zu vielen Kalorien

Wer viel Sport treibt, darf sich auch mal Süßigkeiten belohnen. Doch was ist, wenn die Tagesaktivität noch nicht erreicht ist, und eine smarte Waage mit dem aktuellen Gewicht noch nicht einverstanden ist? Dann hilft das Smart Home anhand dieses Projekts, der Verführung zu widerstehen! Registriert bei diesen Gegebenheiten ein Kontaktsensor, dass sich die Naschkram-Schublade öffnet, leuchtet eine Lampe von Philips Hue in Alarm-Rot! Wer sich zusätzlich für dieses Projekt entscheidet, beleuchtet den Obstkorb unter einer Hue-Lampe im appetitlichen Licht.

Weitere Smart-Home-Projekte für Ihre Smart Fitness

Den besten Fitness-Tracker für sich finden

Die Auswahl an Fitness-Uhren ist riesig, die Unterschiede ebenfalls – obwohl sich viele Modelle ähnlich sehen. Wie sollen Sie da die passende Lösung für sich finden, ohne zu viel zu bezahlen? Eine Orientierungshilfe bieten beispielsweise die Vergleichstests der unabhängigen Stiftung Warentest. Aber angesichts der Fülle des Angebots können die Tester nicht sämtliche Produkte bewerten. Besser, Sie können sich selbst eine Meinung bilden. Folgende Kriterien unterstützen Sie bei der Entscheidung.

Smarte Alltagsuhr im coolen Design_Garmin
Smarte Uhr gibt es auch für den Alltag mit im
coolen Design, wie z.B. hier von Garmin

Smartphone-Plattform: Nur im Team mit einem Smartphone holen Sie das meiste aus einem Fitness-Tracker heraus. Daher sollte er sich mit Ihrem Handy verstehen. Wenn Sie ein aktuelles Android-Gerät oder iPhone verwenden, sind Sie auf der sicheren Seite. Windows 10 Mobile wird nur in Ausnahmefällen unterstützt. Ferner stellt sich die Frage, ob die jeweilige App übersichtlich, stabil und einfach bedienbar ist. Schließlich ist die Software neben dem Fitness-Armband selbst eine wichtige Komponente des gesamten Erlebnisses. Prüfen Sie dazu Bewertungen anderer Nutzer in den Download-Portalen von Google und Apple.

Design: Manche Fitness-Armbänder muten stark technisch an und wirken wie Mini-Computer. Andere ähneln dem Look klassischer Uhren. Ihre Stilvorlieben entscheiden! Achten Sie zudem auf eine Gehäusegröße, die zu Ihrem Handgelenk passt. Runde Gehäuse sind mit Durchmessern zwischen 36 und 46 Millimetern erhältlich. Da es sich um sportive Produkte handelt, bestehen die Armbänder meist aus Silikon, das sich gut reinigen lässt. Seltener liegen Armbänder aus Stoff oder Leder im Lieferkarton. Wenn sie zwischen einem sportlichen und eleganten Look wechseln wollen, bevorzugen Sie am besten Geräte, deren Armbänder sich wechseln lassen.

Smarte Uhr im coolen Design für Frauen Garmin
Oder hier, auch von Garmin, als smarter
Alltagsbegleiter im weiblicheren Stil

Funktionen: Der Leistungsumfang variiert in der Anzahl der Sportarten. Ferner sind Pulsmesser und Schlaf-Tracking höherpreisigen Geräten vorbehalten. Ausgefeiltere Modelle können außerdem Nachrichten und Anrufe vom Smartphone anzeigen oder bieten einen Speicher für Apps. Die Grenze zur Smartwatch ist dann fließend. Möchten Sie Laufstrecken aufzeichnen und dabei das Smartphone zuhause lassen, benötigt das Gerät ein eigenes Modul für GPS. Der Trend geht vom Sport allein hin zu einem ganzheitlichen Gesundheits-Tracking. Daher wurden nun erste Modelle mit EKG-Funktion angekündigt, die die Herzgesundheit prüfen. Doch bedenken sie: Je mehr energieintensive Anwendungen, desto eher verkürzt sich die Akku-Laufzeit.

Akku-Laufzeit: Wie lange hält der Energiespeicher durch, bevor ein Boxenstopp an der Steckdose erforderlich ist? Reine Fitness-Armbänder sind genügsamer als Smartwatches, die auch Apps und Musik abspielen. Eine Akku-Laufzeit von drei bis vier Tagen sollten mindestens drin sein. Manche Modelle kommen mit einer Knopfzelle aus und halten bis zu einem Jahr durch. Entscheiden sie, wie wichtig Ihnen energieintensive Funktionen wie ein Farb-Display, GPS oder ähnliches sind und wie selten sie gleichzeitig ans Aufladen denken möchten. Die Akku-Laufzeit können sie auch erhöhen, indem sie Bluetooth deaktivieren, sodass das Gerät nicht permanent mit dem Smartphone funkt.

Gehäusequalität: Ist das Display groß und hell genug, um die Informationen bequem ablesen zu können, selbst draußen? Staub- und wasserdicht sollte das Wearable ebenfalls sein. Je stärker sie das Gerät beanspruchen, desto höher sollte daher die sogenannte IP-Zertifizierung ausfallen. Ein möglichst kratzfestes und bruchsicheres Deckglas kann ohnehin nie schaden – erst Recht bei herausfordernden Outdoor-Einsätzen.

smarte Kinderuhren_Garmin
Smarte Uhren für Kinder, wie hier z.B. von Garmin,
gibt es häufig mit bunten Farben und Mustern

Preis: Die Masse der empfehlenswerten Modelle bewegt sich im Preisrahmen von 80 bis 250 Euro. Nur in wenigen Fällen taugen günstigere Produkte etwas. Umfangreich ausgestattete Sportuhren mit integriertem GPS-Empfänger können auch bis zu 500 Euro und mehr kosten.

Kindertaugliche Uhren: Immer mehr Hersteller bringen Aktivitäts-Tracker heraus, die sich speziell an Kinder richten. Die oben genannten Kriterien gelten auch für diese Produktnische. Denn im Wesentlichen unterscheiden sich Tracker für Kinder nur durch das verspielte Design von Gehäuse, Armband und Bedienoberfläche. Praktisch sind Modelle, deren Software Eltern einen Zugriff aus der Ferne ermöglichen.

Geräte für Smart Fitness im Conrad Connect Ökosystem

Fitbit: Die Marke gehört zu den Pionieren im Bereich Aktivitäts-Tracking. Fitbit bietet eine große Auswahl an Modellen, vom einfachen Tracker bis zum Leistungswunder, das an den Funktionsumfang einer Smartwatch heranreicht. Zum Fitbit-Angebot zählen Wearables mit und ohne Pulsmessung. Für Kinder ist das Modell Fitbit Ace erschienen. Optisch kombinieren die Modelle von Fitbit den Sport- mit dem Lifestyle-Look. Die Fitness-Armbänder lassen sich per App nicht nur mit iOS und Android verknüpfen, sondern harmonieren auch mit Smartphones, auf denen Windows 10 Mobile läuft. Das ist eine Seltenheit.

Fitness-Tracker bei FitBit unterschiedliche Modelle
Fitness-Tracker gibt es bei FitBit als unterschiedliche Modelle: Vor dem Kauf sollte man Funktionen und Design vergleichen und dann dank smarter Projekte aktiv werden und bleiben

 

Garmin: Im Bereich der digitalen Sportuhren mit Multisport-Modi blickt Garmin auf eine große Tradition zurück. Aktuelle Modelle sind auch als smarte Variante mit Verbindung zum Handy verfügbar. Darüber hinaus bietet Garmin eine breite Auswahl an Fitness-Trackern. Je nach Einsatzzweck sind Modelle mit Pulsmessung verfügbar. Höherwertige Modelle verfügen über ein eingebautes GPS, können die Streckenführung also auch ohne Smartphone in der Nähe aufzeichnen. Varianten mit elegantem Design und für Kinder gehören ebenfalls zum Sortiment.

SmartWatches_Garmin_Übersicht
Ob im Office oder in der Natur: Ihr Fitness-Tracker ist, je nach Modell, für unterschiedliche Situationen perfekter Begleiter - man sollte sich vorher schlau machen, was man braucht und möchte

 

Polar: Von Polar ist eine breite Auswahl an Sportuhren, Fahrradcomputern und Fitness-Trackern erhältlich. Bei Sportlern, die ihre Aktivität und ihren Puls messen möchten, ist die Marke seit Jahren eine feste Größe. Produkte mit Lifestyle-Optik, für Gelegenheitssportler und anspruchsvolle Profis hat Polar gleichermaßen im Repertoire. Neben mehreren Fitness-Apps für Handys ist auch eine Software für Windows-Computer erhältlich.

SmartWatches Polar Übersicht
Mit Freunden oder dem Partner - Sport macht zusammen oft mehr Spaß! Mit Fitness-Trackern, wie hier von Polar, lassen sich zudem Ergebnisse leicht vergleichen

 

Withings: Die Marke Withings (zwischenzeitlich Nokia) steht für Fitness-Tracker, denen man die technische Natur nicht ansieht. Die meisten Modelle verfügen nämlich über ein rundes Gehäuse mit analogem Ziffernblatt und Zeiger-Trio. Nur über ein Mini-Display bzw. einem Extra-Zeiger ist zu sehen, dass die Fitness-Uhren mehr draufhaben als nur die Uhrzeit darzustellen. Je nach Modell gehört eine Pulsmessung zum Funktionsumfang. Als einer der ersten Hersteller bringt Withings eine Uhr mit eingebautem EKG auf den Markt. Der Hersteller bietet weitere smarte Gesundheitsprodukte. Dazu zählen vernetzte Fitness-Waagen, die neben dem Gewicht beispielsweise auch den Muskel- und Fettanteil prüfen. Smarte Matten zum Schlaf-Tracking und Blutdruckmesser komplettieren das Sortiment.